Fortsetzung
Nun ist es endlich soweit die lange erwartete bzw. befürchtete Fortsetzung meines letzten Blogeintrages ist fertig. Ta…da…:
Wo waren wir stehen gelblieben genau Sonntag, irgendwie ist das alles jetzt schon ziemlich lange her, deswegen kann ich nicht garantieren das es hier alles so stimmt wie ich es schreibe, weder chronologisch noch in sonst einem Sinne, aber wie heißt es so schön, Geschichte ist das was die Historiker aufschreiben, deswegen werd ich jetzt meine noch vorhanden Erinnerungen so aufschreiben, dass sie wenigstens auf den ersten Blick halbwegs Sinn ergeben:
Also wieder zurück zum Sonntagmorgen, da waren wir erstmal im Nationalmuseum, dafür hatten wir gerade mal 2 Stunden von denen wir die ersten 15-30 Minuten mit einer Tätigkeit verbrachten, die im ersten Teil dieser Geschichte schon zuviel Beachtung gefunden hat. Die restliche Zeit reicht nicht wirklich aus irgendwas zu sehen (man kann in diesem Museum gut mehrere Tage, bis Wochen verbringen ohne sich wirklich zu langweilen), was nicht heißen soll das die Ausstellung über die Regenwaldindianer und den Klimawandel nicht gut waren. Ich hatte nur die ganze Zeit das Gefühl von einer großen Torte nur ein kleines Stückchen essen zu können, bevor wir dann zum Essen gingen(Ich nehme gerne Lob für diese geniale Überleitung entgegen). Das verbrachten wir in einem indischen Restaurant, da gab es unglaublich leckere Riesenchips, deren Namen ich leider vergessen habe, aber sie waren unglaublich lecker. Es war Sonntag da macht es bei einer christlichen Veranstaltung irgendwie Sinn in die Kirche zu gehen, da diese ja normaler Weise Vormittags sind, würden sie überhaupt nicht in den Zeitplan passen deswegen gingen wir zu einem etwas ungewöhnlichen Gottesdienst: Der Church of Rock. Die afrikanische Gemeinde Kopenhagens, hält immer nachmittags Gottesdienst, da sie das in einer dänischen Kirche machen, in der vormittags die Volkskirchenleute sitzen. Diesen Gottesdienst kann man am Besten mit einem Zitat von Kamilla zusammen fassen: ” Oh mein Gott, das ist ja wie in diesen Filmen. Nur echt und viel cooler” Die Afrikaner leben ihren glauben etwas ähm… sagen wir lebhafter, extrovertierter als das die meisten Europäer tun, so lässt sich auch erklären das ich ne Weile brauchte um rauszufinden, dass sie nicht die ganze Zeit einfach: ” Ey! Men!” rufen, sondern „Amen“. Zu diesem Zeitpunkt tanzten grad alle singend durch die Kirche.
Der Montagvormittag scheint äußerst unspektakulär gewesen zu sein, denn ich kann mich bei besten willen an überhaupt nichts mehr erinnern, aber am Nachmittag waren wir dann Eislaufen, das war schön. Bis auf das ich am Ende unbedingt dass mit der Drehung noch einmal ausprobieren wollte, was damit endete das ich auf dem Boden lag, aber ansonsten wäre ich ja überhaupt nicht hingefallen und das wäre ja kein Eislaufen gewesen. Am Abend sahen wir dann den Film “Bænken”, ja das heißt übersetzt Bank. Das war so ein ernster Film über Alkoholismus, Männer die ihre Frauen schlagen und Liebe in Familien. Total cool und auch gut gemacht, es war so ein Film nachdem man sich immer irgendwie schlechter fühlt als vorher. Ah, jetzt weiß ich wieder was wir Montagvormittag gemacht haben, über unsere Projekte und Probleme in diesen geredet. Jetzt weiß ich auch wieder warum ich mich daran nicht erinnern konnte, ich hatte überhaupt keine Probleme.
Dienstag verbrachten wir dann mit eher organisatorischem Kram, Zwischenberichten und PR fürs Diakonische Jahr. Aus irgendeinem Grund sollten wir auch folgende Frage beantworten: Wie komm ein Mann mit drei Kokosnüssen über eine Brücke die nur ihn und zwei Kokosnüsse trägt? Denkt mal drüber nach…(Es gibt mehr als eine Lösung, auf die es im Übrigen gar nicht ankommt, klar soweit?!)
Mittwoch hatten wir dann einen „Erste Hilfe“- Kurs, den fand ich ganz cool, da ich mich an meinen letzten nur sehr verschwommen erinnern konnte. Stabile Seitenlage: Also am Ende muss der Mensch auf der Seite liegen und darf nicht umfallen, oder so ähnlich.
Die Lehrerin war gar nicht schlecht, machte aber um diesen Fakt etwas zu viel Wind. Anders gesagt Bescheidenheit war nicht so ganz ihre Stärke, als sie dann irgendwann meinte, sie sei witzig, musste ich wirklich etwas schmunzeln. Aber jetzt weiß ich zum Glück wieder, wie man Menschen richtig hinlegt, das man wenn es brennt besser das Hazs verlässt und auch nicht versucht Menschen im Wasser wiederzubeleben, meinte ich sie sei ein gute Lehrerin? Ach ja, hier doch der wichtige Hinweis, falls ihr und der verletzte von herunter stürzenden Balken bedroht seit, liebe weg gehen. Nein, ich hab wirklich was gelernt. Wie man Menschen die Rippen bricht. Wie man es vermeiden kann? Und das es wenn es nicht zu vermeiden ist, gar nicht so schlimm ist. Es ist übrigens viel leichter junge Menschen wiederzubeleben als Alte, das fand ich wirklich erstaunlich, irgendwie werden alte Menschen zwar gebrechlich, aber ihr Brustkorb wird steinhart.
Der Donnerstag widmete sich dann eher wieder sozialen Problemen, so hörten wir einen Vortrag über den Einfluss welche Alkohol bzw. Drogensüchtige auf ihre Kinder haben. Fazit: Er ist nicht sonderlich positiv. Der Abend diente dann auch schon wieder dem Abschied, denn Freitag war nur noch ein Entsendegottesdienst und dann machten wir uns schon auf die Heimreise.
So, das war es so grob, jetzt mach ich erstmal Winterferien. Falls ich aus denen wieder zurück kommen sollte, werdet ihr früher oder später von mir hören/ lesen…
2 Kommentare »
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Ah, da hast du jetzt also mal erfahren, wie ungefähr ich hier jeden sonntag gottesdienst hab. Nur es scheint nicht ganz 4 Stunden gedauert zu haben, wie die echten Afrikaner das so gerne haben…
Man bringt erst 2 Kokosnüsse auf die andere Seite und holt dann die verbliebende ab. Fertig! Da ich mich ja anscheinend im Urwald befinde, wird auch niemand da sein, der in der Zwischenzeit die liegengelassenen Kokosnüsse klaut.